PATH

PATH - der Weg - bietet sich für die weitergehende Klärung von Visionen, Zielsetzungen und die Konkretisierung von Veränderungen an (vgl. PEARPOINT, O'BRIEN & FOREST 2001). Auch hier ist die Visualisierung eine zentrale Hilfe.

Der große Pfeil des PATH wird in acht Schritten mit Bildern, Symbolen und Stichwörtern gefüllt.
  1. Zunächst werden die Prinzipien der Qualität, die zukünftig im Leben verwirklicht werden sollen, als „Nordstern“ fixiert.
  2. Danach wird die Gruppe mit einer imaginären Zeitmaschine ein Jahr weiter in die Zukunft versetzt; von dort blickt sie auf ein außerordentlich erfolgreiches Jahr – oder einen anderen vereinbarten Zeitraum – zurück, sammelt konkrete Ereignisse, Nachrichten, Daten.
  3. Nach der Rückkehr ins Jetzt sammelt sie – im Kontrast zu den Zielen – Begriffe und Bilder, die für die Gegenwart kennzeichnend sind.
  4. Im folgenden Schritt gilt die Aufmerksamkeit der Frage, wen man auf welche Weise zum Erreichen der Ziele im nächsten Jahr einbeziehen kann.
  5. Die nächste Frage gilt der Stärkung der eigenen Kräfte – professionell und persönlich.
  6. In einem weiteren Schritt wird aus der Perspektive von ‚nach drei Monaten’ Rückschau gehalten: Antizipierte Entwicklungen und Höhepunkte der vergangenen drei Monate werden aufgezeichnet.
  7. Der vorletzte Schritt nimmt den Zeitraum ‚ein vergangener Monat’ in entsprechender Weise in den Blick.
  8. Schließlich folgt die Frage, wie der erste Schritt zur Veränderung am folgenden Tag aussehen kann.

Damit ist die gedankliche Reise von der Utopie über den Kontrast mit der Gegenwart zu konkreten Phasen eines Veränderungsprozesses vollzogen und sie ist auf dem Pfad vom links nach rechts von der aktuellen Situation über stärkende Momente und konkrete Schritte in Richtung der positiven Utopie in einer Linie abzulesen.
 




Das Zukunftsfest sollte nicht enden, ohne dass ein*e ‚Agent*in’ benannt worden wäre. Diese Aufgabe besteht darin, bei allen Beteiligten freundlich nachzufragen, ob sie sich schon um ihre übernommenen Beiträge zur Veränderung gekümmert haben – und beispielsweise auch, ob sie die geplante Aktion zur Stärkung der eigenen Kräfte realisiert haben. Hier ist wichtig, Menschen aus dem Kreis der Freunde und Bekannten zu fragen und nicht etwa die Eltern oder Professionelle. So werden Zuständigkeiten auf viele Schultern verteilt, die Eltern werden entlastet und Professionelle erhalten die Chance auf eine veränderte Rolle (vgl. BROS-SPÄHN 2002).

Gerade bei der Frage der Agent*innen wird deutlich, dass es insgesamt um die Chance geht, sich als Gemeinschaft verantwortungsvoll zu verhalten – und dies bedeutet eine konkrete Füllung des häufig leeren Begriffs der sozialen Integration (vgl. BOBAN, EHLER & EHLER 2004):

Die Person selbst bekommt rückgemeldet, welche positive Bedeutung sie für andere hat, die Eltern können erleben, dass sie nicht mit allen Zukunftsplanungen und -ängsten allein dastehen, sondern das Umfeld einbeziehen können, und das Umfeld erlebt die konkrete Möglichkeit, den Entwurf einer inklusiven Gemeinschaft und erste Schritte in diese Richtung zu entwickeln.