Moderation Bürgerzentrierter Zukunftsplanung

Die Moderation eines Zukunftsfestes sollte – entsprechend dem Taucher-Motto "Never dive alone!" (O'BRIEN & PEARPOINT 2002, 14) – im Zweierteam erfolgen, denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Prozess ein tiefgehender wird.


Die eine Person hat die Rolle, mit den Teilnehmer*innen im Blickkontakt zu sein und das Gespräch zu leiten, die andere hat die Aufgabe des ‚graphic facilitators’, der die Ergebnisse der Überlegungen auf großen Papieren visualisiert, sie so fixiert und der gemeinsamen Reflexion zugänglich macht (vgl. PEARPOINT 2002). Wichtig ist dabei, dass nicht in erster Linie viel Text geschrieben, sondern dass mit Bildern und Symbolen gearbeitet wird, die die emotionale und assoziative Ebene der Prozesse wiedergeben.

Der ‚graphic facilitator’ kann auch die Aufgabe übernehmen, Phasen des Prozesses zu rekapitulieren und so mit der Gruppe kommunikativ zu validieren. Und eine weitere Voraussetzung sollte das Moderationsteam erfüllen: Es sollte für sich selbst eine Zukunftsplanung in einem Unterstützerkreis er- und durchlebt haben, um an der eigenen Person die Kraft erfahren zu haben, die dieser Prozess entfalten kann.

Eine Vielzahl von Anregungen und Varianten für die Moderation – sowohl für die Gruppen-Moderation als auch die grafische Moderation – finden sich im Praxishandbuch Zukunftsfeste und seiner DVD (HINZ & KRUSCHEL 2013). Hilfreich kann auch der Artikel von Ines Boban „You have to dance with the group“ sein.

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Qualifikationsmöglichkeiten für die Moderation von Zukunftsplanung, eine der zentralen Aufgaben des deutschsprachigen „Netzwerks Persönliche Zukunftsplanung“. Dabei ist es jeweils sinnvoll, sich über die jeweiligen Schwerpunkte und Verständnisse von Zukunftsplanung zu informieren.