Erfahrungen mit dem Index

Oft beginnen Schulen, die jahrzehntelange Erfahrungen mit ‚Integration’ (im Feld Interkulturalität und/oder im Feld Behinderung) haben, mit dem „Umbau“ (vgl. STÄHLING 2006) hin zu einer inklusiveren Qualität von Schule, so etwa

Eine oft als inkonsequent erlebte Praxis bewegt auch ‚große Schulen’ wie die IGS Köln-Holweide zu Initiativen in Richtung Inklusion (vgl. SCHWAGER 2005, HEEGER & REINHARDT 2006) oder gar ganze Gemeinden wie z.B. Wiener Neudorf (vgl. WIENER NEUDORF o. J., BRAUNSTEINER 2007) dazu, ein vernetztes System willkommen heißender, miteinander kooperierender pädagogischer Institutionen zu schaffen.

 

Aber unabhängig davon, an welchem Punkt eine (Schul-) Gemeinschaft beginnt – sie kann sich mit Hilfe des Index für Inklusion diesem Leitziel in je nächsten Schritten annähern. Dies ist gerade in einem so stark segregierten Bildungswesen wie dem deutschen wichtig und wird z.B. bei der Inklusiven Ganztagsschulentwicklung im Rahmen des IZBB in Sachsen-Anhalt deutlich.

Auch wenn kein Mensch einen Überblick darüber hat, wie viele und welche Schulen mit dem Index arbeiten, gibt es eine halbwegs aktuelle Übersicht über einige Projekte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol bei BOBAN & HINZ 2011. Buschtrommeln sagen, dass etwa zwei Drittel der Schulen, die sich für den Jakob-Muth-Preis bewerben, mit dem Index in irgendeiner Form arbeiten...

2013 ist ein Themenheft der Zeitschrift Inklusion Online zum Index erschienen, das Erfahrungen in verschiedenen Bereichen wiedergibt.

 

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Literatur

 

BOBAN, Ines & HINZ, Andreas (2011): „Index für Inklusion“ – ein breites Feld von Möglichkeiten zur Umsetzung der UN-Konvention. In: FLIEGER, Petra & SCHÖNWIESE, Volker (Hrsg.): Menschenrechte – Integration – Inklusion. Aktuelle Perspektiven aus der Forschung. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 169-175

BRAUNSTEINER, Maria-Luise, GEBHARDT, Irene & GERMANY, Stefan (2008): Der Index für Inklusion – ein Instrument zur Schulentwicklung und Netzwerkbildung. In: EDER, Ferdinand & HÖRL, Gabriele (Hrsg.): Gerechtigkeit und Effizienz im Bildungswesen. Unterricht, Schulentwicklung und LehrerInnenbildung als professionelle Handlungsfelder. Wien, Berlin, 219-233

 
 

BRAUNSTEINER, Marie-Luise (2007): Von der Integration zur Inklusion. Reflexion über die Begelitforschungsstudie eines Schulentwicklungs- und Netzwerkbildungsprojekts. In: Rauscher, Erwin (Hrsg.): Pädagogik für Niederösterreich. Festschrift zur GRündung der PH NÖ. Baden: Selbstverlag, 161-169

 

HEEGER, Max & REINHARDT, Max (2006): Was halten Schülerinnen und Schüler vom Gemeinsamen Unterricht? In: PLATTE, Andrea, SEITZ, Simone & TERFLOTH, Karin (Hrsg.): Inklusive Bildungsprozesse. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 97-100

 

STÄHLING, Reinhard (2006): „Du gehörst zu uns“. Inklusive Grundschule. Ein Praxisbuch für den Umbau der Schule. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren

 

SCHWAGER, Michael (2005): Eine Schule auf dem Weg zur Inklusion? Entwicklungen des Gemeinsamen Unterrichts an der Gesamtschule Köln-Holweide. In: Zeitschrift für Heilpädagogik 56, 261-268

 

WIENER NEUDORF (o. J.): Inklusion. Vernetzungsprojekt der Bildungseinrichtungen Wiener Neudorfs und Schulentwicklung nach den Richtlinien des Index für Inklusion. Im Internet: www.wiener-neudorf.gv.at