Weiterentwicklung des Index

Mittlerweile liegen viele Erfahrungen mit den verschiedenen deutschsprachigen Versionen des Index vor; der englische Index von 2011 hält zudem einige wichtige Impulse für die Weiterentwicklung bereit. Daher arbeitete 2011 - 2014 eine Gruppe an einer neuen deutschsprachigen Version des „Index für Inklusion im Bildungsbereich“.

Er sollte Erfahrungen mit dem schulischen, dem frühkindlichen und dem kommunalen Index aufnehmen und so seinen Anwendungsbereich auf den gesamten Bildungsbereich von der Kinderkrippe bis zur Erwachsenenbildung erweitern. Er sollte also im formalen, im non-formalen und im informellen Bereich anwendbar sein. Dieser Ausweitung lag die Überlegung zugrunde, dass ein Index für jede spezifische Situation weder sehr inklusiv noch sinnvoll ist, und die – international eher exotische – institutionelle Abgrenzung zwischen Kitas und Schule im deutschsprachigen Bereich sollte abgebaut werden.


Zudem sollte der neue Index die wesentlichen Impulse aus dem englischen Index von 2011 aufnehmen:

  • eine verstärkte Auseinandersetzung mit der inklusiven Grundorientierung über inklusive Werte,
  • eine verstärkte Aufmerksamkeit für viele Konzepte, die inklusives Potenzial enthalten, aber üblicherweise nicht als ‚Inklusion‘ bezeichnet werden und doch gut mit ihr harmonieren, und
  • eine neue Betrachtung auf der inhaltlichen Ebene mit einer neuen Struktur des Wissens in ‚Lernfeldern für alle‘, die als Bildungsplan oder Curriculum neue Wege aufzeigen.


Der geplante und schon mehrfach angekündigte „Index für Inklusion in der Bildung“ kann wegen grundlegender Differenzen mit dem Autor des englischen Index (2011) über das Konzept der Adaption und Fragen des Copyrights leider nicht erscheinen.

Stattdessen wird an einem Sammelband gearbeitet, der Menschen, die an inklusiven Entwicklungen im Bildungsbereich arbeiten, Anregungen geben soll, worüber es sich in diesem Kontext Gedanken zu machen lohnt. Der Band soll 2016 erscheinen.