Herzlich Willkommen bei "Inklusionspädagogik"!!

 Auf dieser Internetseite finden Sie Informationen rund um die Inklusionspädagogik,

zusammengestellt von Ines Boban und Andreas Hinz (beide ehemals Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg).

Hier ein paar Sätze zur Vorstellung:

Unsere ersten intensiven pädagogischen Erfahrungen machten wir als Praktikantin und Zivildienstleistender in Hamburg Ende der 1970er Jahre in einer „Gruppe für schwer-mehrfachbehinderte Kinder“, angegliedert an eine „Schule für Geistigbehinderte“; diese Kinder dürften bis dahin überhaupt nicht zur Schule.

Während unseres Studiums der Behindertenpädagogik an der Universität Hamburg wurden wir in Kooperation mit Hans Wocken Teil der beginnenden Elternbewegung für Integration und fuhren häufig z.B. in die Fläming-Grundschule nach Berlin.

Nach dem Überstehen des Referendariats waren wir viele Jahre als Lehrer*innen in Hamburger Integrationsklassen sowie als Mitglieder Wissenschaftlicher Begleitungen integrativer Schulversuche tätig.

Nebenbei konzipierten und realisierten wir gemeinsam mit einer Elterngruppe mit dem ersten integrativen Zweckbetrieb in Deutschland das Stadthaus-Hotel Hamburg, in dem Menschen mit einer Zuweisung zur Werkstatt für behinderte Menschen sozialversicherungspflichtige und ortsüblich tarifentlohnte Arbeitsplätze innehaben (Betriebsbeginn 1993).

Zudem lernten wir von den nordamerikanischen Müttern und Vätern ‚person-centered planning‘ kennen und sammelten viel Erfahrungen mit Zukunftsplanung, v. a. in Form von Zukunftsfesten.

1999 gingen wir an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und waren dort als Professor und Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Allgemeine Rehabilitations- und Integrationspädagogik tätig, dies umfasste sowohl die allgemeinen Teile der Sonderpädagogik als auch die Inklusionsanteile in allen Lehramtsstudiengängen. In dieser Zeit adaptierten wir den englischen Index für Inklusion für deutschsprachige Verhältnisse (2003). Und wir durchlebten unsere stärkste und produktivste professionelle Irritation durch die Beschäftigung mit demokratischer Bildung, u. a. durch eine intensive Kooperation mit dem „Institute for Democratic Education“ am Kibbutzim College in Tel Aviv und vielen demokratischen Schulen in Israel.

2017 verabschiedeten wir uns von der Universität und sind seither weiter im Inklusionsdiskurs durch Vorträge, Seminare und Publikationen aktiv – und auch nach 40 Jahren lässt uns das Thema nicht los…